Ressorts Präsidiales / Hochbau / Bildung
Schulraumplanung
Die Schulraumplanung der Gemeinde Bolligen ist eine fortlaufende Aufgabe, welche proaktiv Entwicklungen auf den Ebenen Kindergarten, Primarstufe und Oberstufe evaluiert und entsprechende Massnahmen vorschlägt. Dazu gehören unter anderem die Analyse und Prognose der Schülerzahlen, die baulichen Anforderungen und der Zustand der Gebäulichkeit sowie die Entwicklungen der Unterrichtsformen. Grundlegendes Ziel ist es, rechtzeitig genügend Schulraum in der geforderten Qualität für zeitgerechten Unterricht bereit zu stellen. In den letzten 10 Jahren wurde daher die Primarstufe Lutertal erweitert, das Oberstufenzentrum OzE totalsaniert sowie zusätzliche Kindergärten und ein neues Musikschulgebäude erstellt.
Derzeitiger Schwerpunkt der Schulraumplanung ist eine erneute Erweiterung der Primarstufe Lutertal, da die vorhandenen Gebäulichkeiten den steigenden Schülerzahlen und den Unterrichtanforderungen des Lehrplans 21 nicht mehr genügen. Ein Projekt zur Schulraumerweiterung wurde im Dezember 2021 an der Gemeindeversammlung abgelehnt. Der Gemeinderat Bolligen startete daraufhin einen neuen Prozess für die Erarbeitung einer breit abgestützten Variante der Schulraumerweiterung im Lutertal.
Eine Projektsteuergruppe (PSG) unter der Leitung des Gemeindepräsidiums führt den Prozess, ein Sounding Board mit Vertreter*innen auf Parteien, Vereinen, Schulen und weiteren Betroffenen evaluiert die Vorschläge der PSG und gibt Rückmeldung dazu.
Auf dieser Seite werden regelmässig die Prozessfortschritte aufgeschaltet und dokumentiert.
Dokumente zur Schulraumplanung
Sounding Board Schulraumplanung (Dezember 2023)
Teilnehmer Sounding Board
Raumprogramm Schulraumplanung Bolligen
Protokoll SB 10
Präsentation SB 10
Protokoll SB 9
Präsentation SB 9
Präsentation SB 8
Protokoll SB 7
Präsentation SB 7
Protokoll SB 6
Präsentation SB 6
Protokoll SB 5
Präsentation SB 5
Protokoll SB 4
Präsentation SB 4
Protokoll SB 3
Präsentation SB 3
Protokoll SB 2
Präsentation SB 2
Protokoll SB 1
Präsentation H+R
Präsentation Sounding Board (SB)
Glossar
Sanierungsstudie Hallenbad
Faktenblatt Schulraumplanung (Stand: 25.06.2024)
Aktuelles zur Schulraumplanung
Mai 2026
Erweiterung Primarschule Lutertal
Nachdem die Gemeindeversammlung am 25. November 2025 den Planungskredit in der Höhe von CHF 920'000.– mit grossem Mehr beschlossen hat, konnte mit der Ausarbeitung des Bauprojekts begonnen werden.
Das Planungsteam rund um die Graber + Pulver AG hat gemeinsam mit der Kerngruppe – bestehend aus der Schulleitung sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung – das Raumprogramm überprüft. Ebenso wurden erste Varianten erarbeitet und der bevorzugte Lösungsansatz zur Weiterbearbeitung freigegeben.
Die Zusammenarbeit unter allen Beteiligten ist sehr professionell, inspirierend und konstruktiv,
sodass eine erfreuliche Projektentwicklung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Aspekte stattfindet.
Mit dem Ziel, im November 2026 ein überzeugendes und mehrheitsfähiges Projekt mit Antrag für den Ausführungskredit an der Gemeindeversammlung vorzulegen, wird derzeit intensiv an allen Themen gearbeitet.
Nach wie vor stellt die offene Ausgangslage hinsichtlich der Standortfrage von Turnhalle und
Hallenbad eine grosse Herausforderung für das gesamte Projektteam und die Begleitgruppe dar. Unbeirrt hält man an den Vorgaben fest, und das Planungsteam ist angehalten, das Areal der Primarschule so flexibel wie möglich zu beplanen. Selbstredend würde ein verbindlicher Grundsatzentscheid zum Standort der Turnhalle sowie zum Umgang mit dem sanierungsbedürftigen Hallenbad zu mehr Planungssicherheit führen.
Projektorganisation; Gremien und Kompetenzen
Für die Begleitung der Planungsarbeiten wurde neben den bewährten Gremien wie der Projektsteuerungsgruppe (PSG) und dem Sounding Board ein Kernteam ins Leben gerufen. Die Mitglieder dieses Kernteams stammen allesamt aus der PSG und kennen somit die komplexen Zusammenhänge, die Anforderungen sowie die prägende Vorgeschichte der Schulraumplanung. Bei der Zusammensetzung wurde darauf geachtet, dass alle Interessen – also Bildung, Politik und Bau – vertreten sind.
Meilensteine, Projektstand und weiteres Vorgehen
Ausgehend von der Strategie wird nun das Bauprojekt ausgearbeitet, sodass dieses im November 2026 der Gemeindeversammlung zum Beschluss vorgelegt werden kann. Damit am geplanten Baubeginn im Sommer 2027 festgehalten werden kann, muss das Baugesuch bereits in diesem Jahr beim Regierungsstatthalteramt eingereicht werden.
Die Beschaffung der Unternehmungen und Handwerker kann unmittelbar nach einem positiven Entscheid der Gemeindeversammlung erfolgen, sodass der Spatenstich für den Neubau bestenfalls im Sommer 2027 erfolgt.
Damit das ambitionierte Ziel neuer Schulräumlichkeiten bis Sommer 2028 eingehalten werden kann, darf das Projekt über keinen der Meilensteine stolpern. Aktuell sind wir auf Kurs!
April 2025
Der Gemeinderat Bolligen hat sich für ein Planerwahlverfahren zur Schulraumplanung entschieden, welches von Emch+Berger AG begleitet wird. Das Verfahren sieht vor, ein geeignetes Planerteam (Generalplaner) zu bestimmen, welches als alleiniger Ansprechpartner der Gemeinde die Planung vorantreibt. Für die Wahl des Generalplaner werden Ausschreibungsunterlagen mit Pflichtenheft erstellt und ein Beurteilungsgremium eingesetzt, welches eine Empfehlung zuhanden des Gemeinderats erarbeitet. Mit der Wahl eines Generalplaners werden die Rahmenbedingungen geschaffen, um voraussichtlich im November 2025 der Gemeindeversammlung einen Projektierungskredit vorzulegen. Wird der Projektierungskredit angenommen, erfolgt die Projektierungsphase, in welcher das Projekt detailliert geplant wird. Im Prozess wird so lange als nötig mit verschiedenen Varianten (mit/ohne Hallenbad und dritter Turnhalle im Lutertal) gearbeitet.
Die Grundlage für die Schulraumplanung bildet das mit den Lehrpersonen erarbeitete und vom Gemeinderat verabschiedete Raumkonzept, welches 24 Klassenräume, eine multifunktionale Aula und Gruppenräume vorsieht. Bezüglich der Turnhalle hat der Gemeinderat beschlossen in erster Linie den Campus Rörswil für zusätzlichen Turnraum zu favorisieren. Hier bestehen aber aktuell Unklarheiten bezüglich Finanzierung und Realisierung. Deshalb wird die Variante einer dritten Turnhalle im Lutertal im Projekt «Schulraumplanung» mitgedacht. Mit dem gewählten Vorgehen können die ersten Räume bestenfalls und wenn nötig schrittweise ab dem Schuljahr 2028/29 bezogen werden. Während der Bauphase soll der Schulbetrieb möglichst ungestört bleiben.
Zwischenlösungen mit Containern sind aktuell nicht vorgesehen, könnten aber nötig werden, wenn weitere Klassen hinzukommen. Dies wird jährlich im Frühling für das übernächste Schuljahr überprüft.
Auch die Zukunft des sanierungsbedürftigen Hallenbads ist Teil von intensiven Diskussionen. Der Ausgang hierzu ist offen. Unter anderem wird erwogen, eine Lösung im Verbund mit Nachbargemeinden auf dem Campus Rörswil zu realisieren; Ittigen und Ostermundigen stehen dabei im Fokus.
Für den Kindergartenbereich ist nach wie vor eine dezentrale Strategie geplant. Verschiedene Kindergärten sind sanierungsbedürftig. Die Staffelung der Sanierungen wird aktuell aufgrund der Entwicklungen der Schülerinnen- und Schülerzahlen erarbeitet.
Die Entscheidungsprozesse werden transparent gestaltet, und eine breite Einbindung der Öffentlichkeit wird über das Sounding Board mit Vertreterinnen und Vertretern von Parteien, Schulen, Vereinen und Eltern ermöglicht.
22. Mai 2024
Im Rahmen des Projekts Campus Rörswil ist eine 3fach Turnhalle vorgesehen. Zurzeit wird gemeinsam mit den Schulen evaluiert, ob und in welchem Rahmen diese 3fach Turnhalle für den Schulsport genutzt werden kann (vgl. Unterlagen Sounding Board 4). Diese Analyse sowie der Fortschritt des Projekts Campus Rörswil haben Einfluss auf den Bedarf einer weiteren Turnhalle der Primarschule im Lutertal.
Zahlreiche Gemeinden müssen wie Bolligen zusätzlichen Schulraum erstellen. Dadurch sind die Unternehmen, welche die Verfahren zur Ausschreibung begleiten können, stark ausgelastet. Angefragte Firmen konnten aus Kapazitätsgründen keine Offerte für die Begleitung des Schulraumprojekts in Bolligen erstellen. Nun liegen jedoch entsprechende Offerten vor, welche zurzeit evaluiert werden.
06. November 2023
Die Schulraumplanung konkretisiert sich.
Am 16. August 2023 haben eine Delegation von Lehrpersonen und Gemeindervertreter*innen unter der Leitung von H+R Architekten auf der Basis der Machbarkeitsstudie das Raumprogramm überprüft. Dabei wurden u.a. über die Anzahl zukünftiger Klassenzimmer, Gruppenräume, Spezialräume, Turnhallen und eine Aula diskutiert. Als Grundlage dienten einerseits die Vorgaben des Lehrplans 21 sowie die prognostizierte Entwicklung der Schüler*innenzahlen. In einem entwickelten Workshop-Verfahren wurden mögliche Synergien gesucht, um den Raumbedarf so tief als möglich halten zu können – ohne jedoch die Qualität des Unterrichts einzuschränken.
Das so ausgearbeitete Raumprogramm wurde im Anschluss im Sounding Board vorgestellt und besprochen. Alle Beteiligten stellten sich hinter das Raumprogramm, welches für 24 Klassen ausgelegt ist. Bei der Realisierung soll jedoch zwingend darauf geachtet werden, dass die neu erstellten Räumlichkeiten flexibel genutzt und gegebenenfalls auch umgenutzt werden können, falls die Schüler*innenzahlen wieder sinken sollten.
Anlässlich der 3. Sitzung des Sounding Boards wurde über das Wettbewerbsverfahren zur Realisierung des Raumbedarfs diskutiert. Aufgrund der Komplexität des Projekts empfahl das Sounding Board zuhanden der Projektsteuergruppe den Projektwettbewerb mit Prä-Qualifikation. Die Projektsteuergruppe ist dieser Empfehlung gefolgt und der Gemeinderat hat am 30.10.23 grünes Licht sowohl für das Raumprogramm als auch für das Projektwettbewerbsverfahren gegeben.
Es wird nun mittels Einladungsverfahren ein Unternehmen bestimmt, welches das Projektwettbewerbsverfahren fachkompetent begleiten soll. Die Offerten sollten bis Ende Jahr vorliegen, so dass die weitere Planung anfangs 2024 an die Hand genommen werden kann.
Parallel wurde auch der Sanierungsbedarf an der bestehenden Schulanlage Lutertal erhoben. Dieser wird entsprechend in den weiteren Prozess einbezogen werden. Im Weiteren wurde eine Studie zum Sanierungsbedarf des Hallenbads erstellt, welche zurzeit von einer Arbeitsgruppe und dem Gemeinderat bearbeitet wird.
Einwohnergemeinde Bolligen
Präsidiales | Projektsteuerungsgruppe Schulraumplanung
07. August 2023
Im Auftrag der Gemeindeversammlung geht Bolligen die Schulraumplanung neu an und klärt Bedürfnisse und Möglichkeiten in einer gesamtheitlichen Perspektive. Begleitet wird dieser Prozess durch H+R Architekten.
Dank verschiedener Referenzprojekte und -bauten verfügen sie über die nötige Erfahrung und Expertise, um Schulraumplanungsprojekte von Anfang an auf den richtigen Weg zu bringen.
Die neu formierte Projektsteuerungsgruppe hat zu ihrer Unterstützung den Einsatz einer unabhängigen Begleitgruppe (Sounding Board) initiiert. Ziel ist es, Rückmeldungen der unterschiedlichen Interessengruppen strukturiert in den Planungsprozess einzubinden. Ein Sounding Board hat selbst keine Entscheidungsbefugnis, kann jedoch unabhängige Rückmeldungen aus unterschiedlichen Perspektiven geben und damit projektinterne Entscheidungen unterstützen.
Das kann zum Beispiel den Projektverlauf, Projektideen oder Umsetzungsvarianten betreffen.
Am 4. Juli hat sich das Sounding Board mit rund 25 Mitgliedern das erste Mal zum vorgesehenen Prozess ausgetauscht. Dies fand in einer sehr konstruktiven Atmosphäre statt. Die Präsentationen, Protokolle und Glossare zur Schulraumplanung stehen hier zum Download bereit: